Junior Maker Pioneers präsentieren selbstgebaute E-Karts bei mehreren Events

7. Mai 2026

Die sich regelmäßig treffenden Gruppen des FFG-geförderten Projekts Junior Maker Pioneers, zeigen eindrucksvoll, was möglich ist, wenn Jugendliche Technik nicht nur lernen, sondern selbst gestalten: In drei Teams entwickelten und bauten 13- und 14-Jährige ihre eigenen E-Karts – von der ersten Idee bis zum fahrbereiten Fahrzeug.

Letzte Wartungsarbeiten vor dem E-Kart -Rennen bei der MS Garsten.
Alle drei E-Karts der Junior Maker Pioneers sind beim Rennen der MS-Garsten startbereit und werden erstmals öffentlich präsentiert. Foto: Egger

Das vom Klima- und Energiefonds des Bundesministeriums sowie vom Land OÖ geförderte Projekt hat zum Ziel, Kinder und Jugendliche durch handwerkliches Arbeiten erneuerbare Energietechnologien näherzubringen. Dies erfolgt in eigenen Workshops für Schulklassen, bei Exkursionen zu Unternehmen und in drei Junior Maker Gruppen, die sich regelmäßig im Makerspace des Vereins Steyr-Werke treffen.

Vom Schrott zum E-Kart

Unter dem Motto „Ready, Set, Re-Make! Unsere Reise vom Schrott zu E-Karts“ arbeiteten die Jugendlichen seit Herbst 2025 in Dreiergruppen an ihren Fahrzeugen. Ausgehend von gebrauchten Go-Karts entstanden durch Tüfteln, Planen und Ausprobieren drei völlig unterschiedliche E-Karts mit individuellem Design und eigenem Fahrverhalten.

Dabei lag die Verantwortung bewusst bei den Jugendlichen selbst: Sie trafen technische Entscheidungen, konstruierten Lösungen und passten ihre Fahrzeuge in zahlreichen Testphasen immer wieder an. Unterstützt wurden die Jugendlichen von einem sehr engagierten Trainerteam – Jan, Michael, Martin, Helmut und Karl.


Die selbst gefertigten E-Karts überzeugen auch mit einzigartigen Designs. Foto: Tobias Zachl

„Es ist beeindruckend zu sehen, wie schnell die Jugendlichen Verantwortung übernehmen und eigene Lösungen entwickeln. Unsere Aufgabe ist es vor allem, sie zu ermutigen und ihnen den Raum zu geben, selbst zu machen“, betont Trainer Jan.
Ein wichtiger Baustein im Projekt war auch ein Lackierworkshop Anfang April 2026 an der HTL Steyr. Dort lernten die Jugendlichen praxisnah, welche Arbeitsschritte notwendig sind, um Metall fachgerecht zu lackieren – von der Vorbereitung über das Schleifen bis hin zum finalen Lackauftrag. Das erlernte Wissen konnten sie direkt an den eigenen E-Karts anwenden.

Rennstrecke als Praxis-Test bei der MS Garsten

Eine besondere Gelegenheit, die fertigen E-Karts zu präsentieren, bot sich bei der Abschlussveranstaltung des MINTality-Unternehmensschuljahres an der MS Garsten, welche bereits in der Vergangenheit an Workshops der Junior Maker Pioneers teilgenommen hatte. Zusätzlich verbindet beide Initiativen der gemeinsame Partner BMW Group Werk Steyr.

Bei der Veranstaltung konnten die Jugendlichen ihre E-Karts nicht nur ausstellen, sondern auch aktiv am Rennen teilnehmen. Der eigens gestaltete Parcours mit Boxenstopp, Hindernisfahrt und Zeitmessung bot die perfekte Bühne, um Technik, Geschicklichkeit und Teamarbeit unter Beweis zu stellen.

„Die Junior Maker Pioneers zeigen eindrucksvoll, wie wichtig es ist, jungen Menschen früh Zugang zu Technik und Innovation zu ermöglichen. Hier entstehen Kompetenzen, die unsere Gesellschaft dringend braucht“, sagt Projektleiter Christian Stadlmann von der FH OÖ Campus Steyr.

E-Karts im Rampenlicht

Damit nicht genug: Die E-Karts der Junior Maker Pioneers waren bereits mehrfach im Einsatz. Sie wurden bei der Langen Nacht der Forschung am 24. April 2026 sowie beim Seifenkistenrennen am 26. April 2026 präsentiert und konnten dort hautnah erlebt werden. Zwei der Fahrzeuge sind aktuell außerdem im Schaufenster in der Enge 8 ausgestellt und geben Einblick in die kreative und technische Arbeit der Jugendlichen.

Auch die jungen Teilnehmer selbst ziehen ein positives Fazit: „Am Anfang wusste ich gar nicht, wie wir das schaffen sollen. Aber Schritt für Schritt haben wir alles selbst gebaut – und jetzt fährt unser E-Kart wirklich. Das ist ein richtig gutes Gefühl“, erzählt Raffael Preisinger.


Das FFG-geförderte Projekt wird durch das Klima- und Energiefonds des Bundesministeriums, das Land OÖ sowie zahlreiche Unternehmen unterstützt. Foto Tobias Zachl.